Erfolgreicher durch Künstliche Intelligenz 🏆
Der Einsatz von KI-Technologien wie ChatGPT kann für KMU einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bedeuten. Clever eingesetzt, steigern sie die Produktivität, senken Kosten und fördern neue kreative Ideen. Dieser Beitrag zeigt, wie Unternehmen ChatGPT gezielt einsetzen können.
Hinweis zum Stand: Dieser Beitrag wurde am 23. November 2023 veröffentlicht und dokumentiert den damaligen Entwicklungs- und Diskussionsstand. KI-Funktionen, Produktnamen und Datenregeln ändern sich schnell. Prüfen Sie vor dem Einsatz die aktuellen Angaben des jeweiligen Anbieters und die Hinweise des EDÖB.
Historische Angaben aus dem Artikel von 2023; ursprüngliche Quellennachweise nicht vorhanden.
nutzt ein Mensch KI am Tag
für 2025 prognostizierte KI-Nutzungen pro Tag
der Schweizer KMU setzen auf KI
der KMU berücksichtigen KI in ihrer Budgetplanung
Chancen für Schweizer Unternehmen
Schweizer Unternehmen interessierten sich 2022 zunehmend für Künstliche Intelligenz. Der damalige Swiss AI Report zeigte jedoch, dass KMU beim Einsatz etwas im Rückstand waren: Ein Viertel nutzte KI noch gar nicht, und nur rund ein Fünftel verfügte über eine fest etablierte KI-Strategie.
Drei Viertel der befragten Unternehmen wollten ihre Investitionen in den folgenden drei Jahren erhöhen. Gleichzeitig widmete sich nur knapp die Hälfte der Firmen der Weiterbildung und Information der Beschäftigten. Weil sich KI-Systeme sehr schnell entwickeln, sollten KMU Kompetenzen frühzeitig aufbauen.

Was ist ChatGPT?
ChatGPT ist ein KI-Assistent von OpenAI. Er reagiert auf Eingabeaufforderungen und kann je nach aktuell verfügbarer Funktion unter anderem mit Texten, Bildern und Code arbeiten. Das macht ihn zu einem Werkzeug für zahlreiche geschäftliche Anwendungsfälle.
Wie können KMU die KI nutzen?
ChatGPT arbeitet mit Anfragen oder Anweisungen, sogenannten Prompts. Je klarer Aufgabe, Kontext, Zielgruppe, Format und Qualitätskriterien formuliert sind, desto gezielter kann die Antwort ausfallen.
Inhaltsgenerierung ✍️
ChatGPT kann Entwürfe für Blogbeiträge, Social-Media-Posts oder Produktbeschreibungen erstellen. Unternehmen sollten Ergebnisse redaktionell prüfen und an Marke, Zielgruppe und Faktenlage anpassen.
Ideenfindung 💡
Für Produkte, Marketingkampagnen oder Events kann ChatGPT Varianten, Perspektiven und erste Konzepte liefern.
Lernen und Weiterbildung 🧠
Als interaktives Lernwerkzeug kann ChatGPT Fragen zu vielen Themen beantworten und beim Aufbau von Wissen unterstützen. Fachlich wichtige Aussagen sollten mit verlässlichen Quellen kontrolliert werden.
Marktforschung 👀
KI kann dabei helfen, vorhandene Marktinformationen zu strukturieren, Hypothesen zu bilden und Wettbewerbsanalysen vorzubereiten. Sie ersetzt keine belastbare Primärforschung.
Produktfeedback 📢
ChatGPT kann anonymisiertes oder freigegebenes Kundenfeedback clustern und daraus Themen und mögliche Verbesserungen ableiten.

Welche Vorteile bietet ChatGPT?
Je nach Prozess, Datenlage und technischer Umsetzung kann ChatGPT KMU verschiedene Vorteile bieten:
- Rund um die Uhr verfügbar: Automatisierte Assistenten können Anfragen auch ausserhalb der Geschäftszeiten vorstrukturieren.
- Effizienz: Mitarbeitende können Texte, Zusammenfassungen und Antwortentwürfe schneller vorbereiten.
- Kundenzufriedenheit: Kurze Reaktionszeiten und konsistente Antworten können die Betreuung verbessern.
- Personalisierung: Mit zulässigen und geeigneten Daten können Inhalte oder Empfehlungen stärker auf Situationen zugeschnitten werden.
- Skalierbarkeit: Wiederkehrende Aufgaben lassen sich bei wachsendem Volumen leichter unterstützen.

Herausforderungen bei der Verwendung von KI
KI kann Geschäftsprozesse stark beeinflussen, verlangt aber sorgfältige Kontrolle. Ergebnisse sind nicht garantiert richtig oder fehlerfrei; Sprachmodelle können plausible, aber erfundene Angaben erzeugen. Deshalb braucht jeder geschäftlich relevante Output eine fachliche Prüfung.
Besonders wichtig sind Datenschutz, Urheberrecht, Informationssicherheit und der Schutz von Geschäftsgeheimnissen. Geben Sie keine vertraulichen oder personenbezogenen Daten in ein System ein, wenn Nutzung, Rechtsgrundlage, Vertrag, Speicherort und Datenkontrollen nicht geklärt sind.
So klappt’s mit ChatGPT
- ChatGPT öffnen: Nutzen Sie die aktuelle Oberfläche unter chatgpt.com und wählen Sie einen geeigneten Tarif.
- Prompt formulieren: Beschreiben Sie Aufgabe, Kontext, Ziel, Zielgruppe und gewünschtes Format möglichst klar.
- Interaktion starten: Geben Sie den Prompt ein und prüfen Sie die erste Antwort.
- Anpassen und verfeinern: Ergänzen Sie fehlenden Kontext oder präzisieren Sie die Anweisung.
- Experimentieren: Vergleichen Sie verschiedene Formulierungen und Vorgehensweisen.
- Ergebnisse anwenden: Überarbeiten, verifizieren und kennzeichnen Sie Inhalte entsprechend ihrem Zweck.

ChatGPT und Datenschutz
Das Schweizer Datenschutzgesetz ist auf KI-gestützte Bearbeitungen von Personendaten direkt anwendbar. Unternehmen müssen unter anderem transparent und verständlich erklären, welche Daten zu welchen Zwecken und auf welche Weise bearbeitet werden. Der EDÖB empfiehlt einen bewussten Umgang mit KI-Anwendungen.
Aktueller Hinweis zu ChatGPT-Daten: Bei Diensten für Privatpersonen kann OpenAI Inhalte zur Modellverbesserung verwenden, sofern die entsprechende Datenkontrolle nicht deaktiviert ist. In ChatGPT lässt sich dies unter „Data Controls“ ausschalten; temporäre Chats werden nicht zum Training verwendet. Für ChatGPT Business, Enterprise und die API werden Ein- und Ausgaben laut OpenAI standardmässig nicht zum Training genutzt. Prüfen Sie trotzdem die für Ihr Konto geltenden Bedingungen und vermeiden Sie unfreigegebene Personen- und Geschäftsdaten.
Historischer Kontext: Italien 2023
Am 30. März 2023 ordnete die italienische Datenschutzbehörde vorläufig eine Einschränkung der Verarbeitung an. Sie nannte damals insbesondere:
- unzureichende Information
- fehlende Rechtsgrundlage für bestimmte Verarbeitungen
- mögliche Unrichtigkeit ausgegebener personenbezogener Informationen
- fehlende Altersprüfung
Diese Punkte bezogen sich auf die DSGVO. Das Schweizer Datenschutzgesetz ist keine Kopie der DSGVO; die damalige italienische Entscheidung liess sich daher nicht unverändert auf die Schweiz übertragen. Einen vertiefenden Vergleich bietet unser Beitrag nDSG vs. DSGVO.



