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Wie gut kennst du TikTok? 11 wissenswerte Fakten

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Raphael Guldimann
Raphael Guldimann
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Seit der Gründung im Jahr 2016 hat TikTok die Welt wie kaum eine andere App erobert. Auch im Jahr 2024 ist die Kurzvideoplattform nicht mehr aus der Social-Media-Welt wegzudenken. Erfahre, wie TikTok diesen rasanten Aufstieg schaffte und warum so viele Creator:innen, Influencer:innen und Unternehmen ihre einzigartigen Funktionen nutzen.

Smartphone mit TikTok-Logo und farbigem Social-Media-Hintergrund.

Wie ist TikTok entstanden?

Die noch junge Erfolgsgeschichte von TikTok startet im Jahr 2016 mit der Gründung von Douyin, der chinesischen Version von TikTok. Die von Zhang Yiming und seinem Unternehmen ByteDance entwickelte App gewann in kurzer Zeit in ganz China an Beliebtheit.

Um TikTok auf dem internationalen Markt auszuweiten, entschloss er sich, Douyin mit einer anderen chinesischen App zu kombinieren. Nach dem Zusammenschluss mit Musical.ly erlebte TikTok 2018 einen weltweiten Durchbruch. Die Kombination aus Kurzvideo und Musik erwies sich als sehr beliebt und eroberte, insbesondere während des Covid-19-Lockdowns, die ganze Welt im Sturm. Innerhalb von vier Jahren schaffte es TikTok fast an die Spitze und konkurriert mit Global Players wie Facebook und Instagram.

Grafische Einführung zu elf wissenswerten Fakten über TikTok.

Wir haben die 11 wichtigsten Fakten über TikTok zusammengefasst, die du 2024 über den Social-Media-Giganten wissen solltest.

1. TikTok ist Platz 5 der beliebtesten Social-Media-Plattformen.

Obwohl die meisten Social-Media-Plattformen wie Facebook (2004), YouTube (2005) und Instagram (2016) seit Jahren im Rennen sind, ist TikTok in kurzer Zeit zu einem grossen Konkurrenten und zur weltweit fünftbeliebtesten Social-Media-Plattform geworden.

Mit mittlerweile 1,7 Mrd. monatlich aktiven Nutzer:innen hat TikTok mehr Nutzende als Snapchat und Twitter zusammen. Zählt man die chinesische Version Douyin dazu, zeigt sich, dass die Plattform eine noch umfassendere globale Reichweite besitzt.

Good-to-know: 9 von 10 Internet-User:innen nutzen Social Media.

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2. Der Algorithmus macht sich künstliche Intelligenz zunutze.

Um den Algorithmus besser zu verstehen, sollte man zunächst den Aufbau der FYP (For You Page) genauer unter die Lupe nehmen. Ähnlich wie die Entdecken-Seite von Instagram ist die FYP ein endloser Feed mit Inhalten, von denen TikToks Algorithmus annimmt, dass sie für die Nutzer:innen interessant sind.

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Reihenfolge nach Relevanz:

Es gibt verschiedene Faktoren, die beeinflussen, welche Inhalte der Algorithmus den Nutzer:innen anzeigt. Diese Faktoren werden unterschiedlich gewichtet und ausgewertet.

  1. Nutzeraktivität: Der Algorithmus achtet vorwiegend darauf, wie lange Nutzer:innen ein Video anschauen und wie oft sie es wiederholen. Aber auch Likes, Kommentare und Shares spielen eine Rolle.
  2. Text: Auf TikTok spielt SEO immer mehr eine Rolle. TikTok analysiert Texte aus Beschreibung, Bio und Hashtags sowie Text, der auf Videos geschrieben wird. Passende Keywords helfen dabei, die richtige Zielgruppe anzusprechen und dem Algorithmus Kontext zu geben.
  3. Standort und Sprache: TikTok spielt Beiträge vermehrt in dem Land aus, in dem sich der Account befindet. Auch die Sprache im Text oder beim Sprechen beeinflusst die Ausspielung.
  4. Audio- und Videoeffekte: Wird ein Trendsound oder -effekt verwendet, zeigt der Algorithmus das Video vermehrt Personen, die bereits positiv mit dem entsprechenden Trend interagiert haben.
  5. „Nicht interessiert“-Feedback: Der wichtigste negative Faktor ist, wenn Nutzer:innen das Video direkt wegwischen. Auch die Funktion „Nicht interessiert“ sorgt dafür, dass künftig weniger Videos dieser Art auf der FYP erscheinen.

Quelle: Later – TikTok Algorithm

3. TikTok ist weltweit verbreitet.

Grafik zur weltweiten Verteilung der TikTok-Nutzer:innen.
Angaben in Mio. Quelle: DataReportal

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Über die Hälfte aller TikTok-Nutzer:innen stammen aus Osteuropa und Asien. Dabei werden die fast 500 Mio. Douyin-User nicht dazugerechnet. Deutschland trägt von den europäischen Ländern mit fast 20 Mio. User:innen den Platz 1, obwohl dies im Bevölkerungsdurchschnitt weniger Menschen umfasst als beispielsweise in Frankreich, Italien oder Spanien. Sogar die Schweiz mit ihren 2,6 Mio. Usern übertrifft den Prozentsatz von Deutschland mit einem Wert von 29,6 %.

Grafik zur TikTok-Nutzerverteilung nach Ländern.
Quelle: Ecwid – TikTok users by country

Fast 40 % der US-Amerikaner:innen nutzen TikTok, das sind mehr als 130 Mio. Menschen allein in den USA. Damit sind sie aber nicht das Land mit den meisten TikTok-Nutzer:innen im Durchschnitt.

Diesen Platz nimmt Saudi-Arabien mit einem erstaunlichen Wert von 64,9 % ein.

4. TikTok spricht immer mehr ältere Generationen an.

Grafik zur Altersverteilung der TikTok-Nutzer:innen.
Quelle: Adigi Consult

TikTok wird mehrheitlich von Minderjährigen und jungen Erwachsenen genutzt. Doch die Kombination aus Kurzvideos, Musik und Text kommt nicht nur bei den jüngeren Generationen gut an. Immer mehr Angehörige der Gen X und Y schliessen sich dem Trend an und scrollen mit.

Grafik zur Altersverteilung der TikTok-Nutzer:innen in der Schweiz.
Die Daten befassen sich mit über 18-jährigen Nutzer:innen, da die offiziellen TikTok-Statistiken nur Daten von über 18 Jahre alten User:innen übermitteln. Quellen: DataReportal und Statista

Verteilung in der Schweiz

Die Short-Video-Plattform ist schon lange in der Schweiz angekommen und wird auch hier vorwiegend von Gen Z und Alpha genutzt. Die Zahlen zeigen aber, dass die über 35-jährigen Nutzer:innen bereits ein Fünftel der Gesamtuserzahl in der Schweiz ausmachen.

5. TikTok spricht mehr Sprachen als du und ich.

Zwar nicht so viele Sprachen wie Duo, aber dennoch ist TikTok in über 70 Sprachen und 155 Ländern verfügbar.

Duo, das Maskottchen von Duolingo, wurde durch TikTok mehr oder weniger über Nacht zur wahren Internetberühmtheit.

Seitdem die grüne Eule den Account übernahm, hat sie bis heute 5,4 Millionen Follower und über 100 Millionen Likes generiert. Ein Paradebeispiel für effektives Marketing auf TikTok.

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Doch nicht überall stösst die kleine Musiknote auf grosse Beliebtheit. In Indien ist die Kurzvideo-Plattform seit 2020 gesperrt. Dabei verlor TikTok über 200 Millionen Nutzer:innen.

Auch in anderen Ländern stand TikTok im Jahr 2020 wegen Themen wie unzureichendem Jugend- und Kinderschutz in grosser Kritik. Dennoch erholte sich das Image von TikTok davon.

Animierte Grafik zur TikTok-Sperre in Indien.
Quelle: TechCrunch

6. Jedes Video kann viral gehen.

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Jedes Video hat die Chance, viral zu gehen – auch ohne grosse Followerzahl oder bisherige Erfolge auf TikTok.

Anders als auf anderen Social-Media-Plattformen achtet der TikTok-Algorithmus nicht nur auf die Anzahl der Abonnent:innen oder die Gesamtanzahl der Likes. Theoretisch kann auch ein Video von einem Account ohne Abonnent:innen und Likes viral gehen. Also worauf wartest du?

7. Im Durchschnitt verbringen Nutzer:innen über 1’200 Minuten pro Monat auf TikTok.

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Dass die App grosses Suchtpotenzial hat, wissen die meisten, die schon länger auf TikTok sind. Nie war es einfacher, sich im endlosen Feed von lustigen, authentischen und kreativen Beiträgen zu verlieren und die Zeit zu vergessen.

Mit 1’250 Minuten monatlich und 90 % der Nutzer:innen, die mindestens einmal täglich die App öffnen, ist es kein Wunder, dass TikTok eine der höchsten Nutzungsintensitäten überhaupt hat. Nicht ohne Grund haben 50 % aller Nutzer:innen mindestens ein Video gepostet: Die App motiviert und schafft es, die Community aktiv werden zu lassen.

8. TikTok war 2021 bis 2022* die am meisten heruntergeladene App.

Mit über 3,5 Milliarden Downloads war TikTok im Jahr 2021 und im ersten Quartal 2022 die am meisten heruntergeladene App.

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Die meisten Top-10-Apps sind jedes Jahr die gleichen, wobei Meta vier der Top-10-Plätze besetzt: Facebook (3), Instagram (2), WhatsApp (4) und Messenger (8). Im Jahr 2021 sicherte sich ByteDance zwei Plätze: einen für TikTok (1) und einen für seine Videobearbeitungs-App CapCut (9).

Grafik zu den meistgeladenen Apps 2022.
* Q1. Quelle: Visual Capitalist

9. TikTok hat die höchste Interaktionsrate aller Social-Media-Plattformen.

Grafik zur hohen Interaktionsrate auf TikTok.

Die Engagement-Rate dient als eine der wichtigsten Kennzahlen, um den Erfolg von Beiträgen zu bestimmen.

Die durchschnittlichen Interaktionsraten variieren je nach Plattform und müssen daher immer in Relation bewertet werden. Der historische Artikel verwies an dieser Stelle auf eine inzwischen nur noch zur allgemeinen TikTok-for-Business-Seite weiterleitende Studie. Das macht TikTok auch für Unternehmen attraktiv, die durch ein erhöhtes Interaktionsverhalten der Nutzer:innen profitieren können.

Wie berechne ich die Interaktionsrate?

Likes + Kommentare + Shares / Anzahl der Aufrufe

oder

Likes + Kommentare + Shares / Anzahl der Abonnent:innen

Um einen besseren Eindruck zu gewinnen, empfiehlt es sich, dies für die letzten 20 Beiträge zu berechnen und zusammenzuzählen.

Natürlich kann die Rate je nach Branche, Produkt und Marktsituation stark variieren. Ausserdem haben Accounts mit weniger Abonnent:innen statistisch oft eine höhere Engagement-Rate als Accounts mit mittleren bis grossen Followerzahlen. Mit wachsender Reichweite wird es schwieriger, das gleiche relative Wachstum der Interaktionen aufrechtzuerhalten.

Quelle: Hootsuite

Wie hoch sollte die Interaktionsrate sein?

Eine gute Interaktionsrate beträgt für andere Plattformen etwa 1–3 %. Beim Berechnen und Auswerten der TikTok-Interaktionsrate sollte deshalb berücksichtigt werden, dass sie höher ausfallen kann (Quelle: Adobe Express).

  • Twitter = 1 %
  • Facebook = 2 %
  • Instagram = 3 %
  • LinkedIn = 6 %
  • TikTok = 4,5 %–18 %

10. TikTok hat die grösste Auswahl an Effekten und Filtern aller Social-Media-Plattformen.

Mit hunderten verschiedenen Effekten sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Mit jedem Update kommen neue Filter dazu, die von der Community auf unterschiedlichste Weise genutzt und verbreitet werden. Wem das noch nicht genug ist, kann innerhalb der TikTok-App Videos bearbeiten, zuschneiden, Geschwindigkeiten anpassen und vieles mehr.

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Da braucht es nicht einmal mehr einen umständlichen Greenscreen. Mit dem eingebauten Greenscreen-Filter ist es möglich, entweder vor einem Bild oder Video zu erscheinen und damit Videos zu gestalten.

Mit mehr als 600’000 Musiktiteln findet jede:r den perfekten Soundtrack für die eigenen Videos. Wem das nicht genug ist, kann mittels Text-zu-Sprache-Funktion Texte von einer Auswahl an Stimmen sprechen lassen und so eigene Sounds kreieren.

11. Charli D’Amelio verdient bis zu 100’000 $ pro TikTok-Video*.

via GIPHY

Die damals 18-Jährige hatte ihren ersten Durchbruch im Juli 2019, als sie ein Tanzvideo als „Duet“ mit dem TikTok-Nutzer „Move With Joy“ hochgeladen hatte. Im November 2020 wurde Charli die erste Person, die auf TikTok 100 Millionen Follower erreichte.

Nach zahlreichen Kooperationen mit namhaften Marken wie Morphe Cosmetics oder Dunkin’ Donuts wurde ihr Vermögen auf über 20 Millionen US-Dollar geschätzt. Damit war sie mit 18 Jahren eine der jüngsten Selfmade-Millionärinnen der Welt.

Top 10 der TikTok-Accounts mit den meisten Abonnent:innen:

Grafik zu den reichweitenstärksten TikTok-Accounts.
Quelle: Statista

* Gesponserter Inhalt. Quelle: StyleCaster

Wie jede Social-Media-Plattform wird auch TikTok sich mit den Jahren verändern und weiterentwickeln.

Wir sind gespannt, in welche Richtung TikTok im Jahr 2024 aufbrechen möchte, und stehen euch als Online-Marketing-Agentur bei Fragen rund um TikTok und Social Media gerne zur Verfügung.

Illustration zur TikTok-Suche und Social-Media-Unterstützung.

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Julia Vanoni
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